Projektziel
Gefördert durch die Anneliese Brost Stiftung stärkt das Projekt mittlerweile etwa 900 Kinder an fünf essener Grundschulen und Kitas. (GS Nordviertel, Hüttmannschule, Hövelschule, Joachimschule und Schule am Wasserturm).
Dabei geht es um die Entwicklung ihrer Schlüsselkompetenzen, um einen erfolgreichen Übergang von einer Bildungsinstitution zur Folgenden zu unterstützen. Der systematische Einsatz von Angeboten, die die sozial-emotionale Entwicklung stärken und die Methodenkompetenzen schulen, wird als Ergänzung der regulären schulischen Lehrangebote verstanden.
Organisation
1. Übergang: Kitas – Grundschulen
Zukünftige Erstklässler:Innen nehmen entweder in der Kita oder in der Grundschule, an der sie angemeldet worden sind, an der „Starthilfe“-Förderung in Kleingruppen von max. acht Kindern teil. Hier üben die Kinder spielerisch über einen Zeitraum von ca. fünf Monaten den Umgang mit Lern- und Arbeitsmethoden der Schule und trainieren das soziale Miteinander in einer strukturierten „Wissenserwerbwelt“.
Nach der Einschulung werden diese Kinder im kompletten Klassenverband durch weitere Angebote der Theaterpädagogik dabei unterstützt, ihre sozialen Fähigkeiten so einzusetzen, dass für alle Schüler im Kollektiv „Klasse“ ein sicherer und fairer Lernraum entsteht und bestehen bleibt. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass ein Kompaktangebot (eine Woche täglich Theaterpädagogikunterricht) im Bereich der theaterpädagogischen Förderung für die Schüler der Klasse 1 am effektivsten ist.
2. Übergang: Grundschulen – weiterführende Schulen
Im zweiten Übergang werden die Kinder durch den Einsatz theaterpädagogischer Angebote unterstützt, eine gesunde Haltung zur Achtsamkeit für sich und andere zu entwickeln. Mit dieser werden sie gestärkt den neuen Herausforderungen der Kollektivbildung an der weiterführenden Schule entgegentreten können.
Hierbei entstehen oftmals gegen Ende der Angebote Theater spezifische Präsentationen der Kinder.
Erfolge
Die gute Zusammenarbeit und Vernetzung der engagierten Gruppenleiter:Innen, Kita-Mitarbeiter:Innen und Leitungen, Lehrkräfte, Schulleiter:Innen und Theaterpädago:Innen macht es durch effektive Gruppen- und Stundenplanzusammenstellungen möglich, dass immer mehr Kinder in den Genuss dieser Förderung kommen und mit viel Freude und gestärktem Selbstbewusstsein den Anforderungen der Bildungssysteme entgegentreten können.
Durch Lernstandserhebungen zu Beginn und Ende der „Starthilfe“-Förderung wird sichtbar, dass die teilnehmenden Kinder bei regelmäßiger Teilnahme ihren Förderbedarf in fast allen Lernfeldern deutlich verringern können.
Viele Lehrkräfte, die mit ihrer Klasse Teil des Projektes sind oder auch schon waren, geben an, dass sich die Gruppendynamik der Klassengemeinschaften verbessert habe. Zudem würden Kinder die Aktions- und Handlungsräume anderer gewissenhafter akzeptieren und mit einer erhöhten Lernmotivation und Konzentration im Unterricht arbeiten. Die theaterpädagogischen Übungen würden helfen, gerade zu Beginn der Pubertät bei vielen Schülern die Körper- bzw. Selbstwahrnehmung zu schulen. Die Schüler könnten ihre Kreativität nutzen und sicherer mit spontanen Situationen umgehen.
Die Kombination aus kognitiver Förderung und Förderung der sozialen Kompetenzen unterstützt die meisten Kinder erfolgreich dabei, eine positive Grundeinstellung zur Bildungsinstitution „Schule“, zu ihrem Lern- und Arbeitsverhalten sowie zu einem gesunden „Sozialen Miteinander“ zu entwickeln, zu festigen und aufrecht zu erhalten.
Die Projektarbeit zeigt während des ganzen Schuljahres, aber insbesondere zur Zeit des nahenden Übergangs in die nächste Bildungsinstitution, dass man durch das gezielte und kontinuierliche Trainieren von Schlüsselkompetenzen, die im jeweiligen Bildungssystem von Kindern abverlangt werden, den Kindern Sicherheit und Selbstbewusstsein gibt und ihre Schwellenängste minimieren kann.
Die Notwendigkeit ergänzender Förderungen zum regulären Unterricht und die erfolgreiche Projektarbeit in diesem Bereich werden auch von anderen Förderern (private Förderer, Stadt Essen) anerkannt und unterstützt.
